Bodenatlas zum Zustand von Land, Böden und Ackerflächen

Heute wurde der neue Bodenatlas u.a. von der Böll-Stiftung und dem BUND veröffentlicht. Der Bodenatlas liefert Daten und Fakten über die Bedeutung und den Zustand von Land, Böden und Ackerflächen in Deutschland, Europa und weltweit. In zahlreichen Grafiken und Textbeiträgen bietet der Atlas einen aktuellen Einblick in den Zustand und die Gefährdung der Böden, von denen wir leben.

Urbane Landwirtschaft in Havanna
Urbane Landwirtschaft in Havanna

Zur urbanen Landwirtschaft schreibt der Atlas:

„Grünflächen in den Städten und um sie herum sind zu­dem erstaunlich wichtig für die Produktion von Lebensmitteln. In manchen Ländern sind bis zu 80 Prozent der ärmsten Einwohner mit „städtischem Ackerbau“ befasst. Sie pflanzen Obst und Gemüse und halten Hühner und Ziegen. Auf diese Weise haben sie frisches, gesundes Essen, das sie sich sonst nicht leisten könnten. Aber diese Stadtbauern klagen auch, dass sie nicht genug Land haben, die Böden karg sind und die Versorgung mit Wasser nicht zuverlässig funktioniert. Dennoch wird in Städten eine beträchtliche Menge an Nahrungsmitteln produziert. In Afrika südlich der Sahara haben 40 Prozent aller Haushalte Gärten, in Nepal sind es 57, in Nicaragua 68 und in Vietnam 69 Prozent. Die Gärten müssen gar nicht groß sein. Oft ziehen Menschen ihre Pflanzen auch in Töpfen auf dem Balkon oder Hausdach. Durch die rasch fortschreitende Urbanisierung werden Grünflächen ohnehin knapp. Wiesen werden zu Wohnflächen, Gärten zu Garagen.”

Oder wie Elisabeth Meyer-Renschausen vor ein paar Tagen in der taz zum Thema Boden und urbane Landwirtschaft schrieb:

„Denn wer Vielfalt sieht und schmeckt, kann Vielfalt auch denken.”